Erstmalig fand im September 2026 eine Studienreise zum Museum Auschwitz mit 10 Schüler*innen der EF und Q1 und den Lehrerinnen Frau Osenberg und Frau Böttcher statt. Ein Jahr lang haben wir uns gemeinsam auf die Fahrt vorbereitet in einem wöchentlichen Seminar, durch Gedenken an Stolpersteinen für verfolgte Menschen aus Monheim, die Teilnahme am Gedenktag zur Erinnerung des 9. November 1938 und den Projekttag im Polnischen Institut in Düsseldorf.
Unsere Gruppe hat sich auch mit der polnischen Geschichte, Kultur und Sprache beschäftigt, so auch mit der über 800-jährigen Geschichte der Stadt Oświęcim, das zur Zeit des Nationalsozialismus „Auschwitz“ hieß. Wir haben uns am ersten Tag das Schloss, den Marktplatz und das Museum der Synagoge angesehen.
Am Dienstag besuchten wir die Ausstellung im Museum Auschwitz, dem ehemaligen Stammlager. Dort haben wir von einem sehr kompetenten Guide erfahren, wie die Menschen als Häftlinge im ehemaligen Lager lebten, überlebten, starben, erniedrigt und ermordet wurden. Besonders bewegend war die Ausstellung der Sinti und Roma, die auch heute noch großer Diskriminierung ausgesetzt sind. In der Konservatorischen Abteilung wurden wir in die Arbeit der Restauration eingeführt – besonders der Briefe und Koffer, die in Auschwitz aufgefunden wurden.
Wir haben uns dann die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, des ehemaligen Vernichtungslagers angesehen. Dies war für uns alle besonders bewegend. Eine Schülerin sagte, man fange dort an, an Seelen zu glauben und spüre diese an diesem Ort. Viele Gespräche und auch die abendliche Reflexion des Erlebten halfen uns, diese Eindrücke zu verarbeiten.
Am letzten Tag besuchten wir Krakau. Dort lernten wir auch aktives jüdisches Leben kennen, wie wir es aus Deutschland nicht kennen. Wir haben jüdische Menschen in einer Synagoge und dem anliegenden Friedhof beim Beten gesehen, die jiddisch gesprochen haben und das wir sogar verstehen konnten.
Hoffentlich hilft das Projekt uns, denjenigen mutig entgegenzutreten, die die Verbrechen des Nationalsozialismus leugnen, relativieren oder sich als Neonazis oder Antidemokraten zu erkennen geben.
Wir danken besonders der „Sanddorfstiftung“ und dem Förderverein der Ulla-Hahn-Gesamtschule für die finanzielle Unterstützung, sowie dem Polnischen Institut für die Unterstützung bei der inhaltlichen Vorbereitung.
Die Studienfahrt an unserer Schule zu etablieren war eine Herzenzangelegenheit der Lehrerinnen. Die dazu gehörige AG wird von Frau Böttcher und Herrn Nagm weiter angeboten. Wir freuen uns, wenn ihr Interesse habt, an diesem interessanten Projekt teilzunehmen.


